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Wohlfahrtsgebäude

Wohlfahrtsgebaeude1

Das Herzstück in der "Alten Kolonie" am Nollendorfplatz entstand in den Jahren 1903-1906

Dieses Gebäude war zugleich Kern der betrieblichen Fürsorge der Schachtanlagen "Minister Stein" und "Fürst Hardenberg". Da die Wohnungen der Kolonie nicht mit Bädern ausgestattet waren, bestand hier ab 1906 eine Badeanstalt für Männer und Frauen. Zugleich wurde eine "Kinderverwahrschule" eröffnet, 1907 entstand die Haushaltungsschule (im Volksmund als "Puddingakademie" verulkt), eine "Industrie- und Kochschule" für die Töchter aus den Evinger Bergbaufamilien. Ein Ledigenheim, ein "Beamten"-Kasino für die Zechenangestellten, eine Bücherei mit Lesesaal, Wäscherei, Pletterei und ab 1908 eine Verkaufsstelle des Werkskonsums fanden hier Platz. Nach dem ersten Weltkrieg übernahmen Fürsorgerinnen hier Aufgaben der Gesundheitsfürsorge und Mütterberatung. 1926 wurde der Kindergarten- und Hortbereich ausgebaut, Ledigenheim, Dampf-Waschanstalt und Werkskonsum mußten dafür weichen. Die Badeeinrichtungen wurden zum Teil bis in die 1960er Jahre genutzt. Viele Jahren waren der Rundfunkakademie, Universitätsfernsehen und  "Der offene Kanal" im Gebäude beheimatet. Von ???? bis 2014 war "Der Chorakademie" der Hauptnutzer.
Das Wohlfahrtsgebäude ist auch Domizil der Geschichtswerkstatt des Evinger Geschichtsvereins.