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Katholische Kirche St. Barbara

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 Die Bewohner des heutigen Stadtbezirks Eving waren Mitte des 19. Jahrhunderts zu über 90% protestantischen Glaubens. Durch Zuzug von Arbeitern als Bergleute auf den Zechen Minister Stein und Fürst Hardenberg stieg der katholische Anteil der Bevölkerung. Sie gründeten eine Filialgemeinde der St.Josefs-Kirche in Dortmund. Um 1900 begann man mit dem Bau der heutigen St. Barbara Kirche mit Unterstützung der Zechen. Der Aufbau erfolgte in mehreren Teilabschnitten. Am 14. Juli 1920 wurde die St. Barbara Kirche als selbständige Gemeinde geweiht. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Kirche nach Beseitigung der Kriegsschäden in mehreren Bauabschnitten modernisiert. 1960 begann man mit dem Aufbau eines neuen Kirchturmes. Im zweiten Bauabschnitt wurde der Turm in der heutigen Form hergestellt und im Mai 1990 der Gemeinde übergeben.

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Wohlfahrtsgebäude

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Das Herzstück in der "Alten Kolonie" am Nollendorfplatz entstand in den Jahren 1903-1906

Dieses Gebäude war zugleich Kern der betrieblichen Fürsorge der Schachtanlagen "Minister Stein" und "Fürst Hardenberg". Da die Wohnungen der Kolonie nicht mit Bädern ausgestattet waren, bestand hier ab 1906 eine Badeanstalt für Männer und Frauen. Zugleich wurde eine "Kinderverwahrschule" eröffnet, 1907 entstand die Haushaltungsschule (im Volksmund als "Puddingakademie" verulkt), eine "Industrie- und Kochschule" für die Töchter aus den Evinger Bergbaufamilien. Ein Ledigenheim, ein "Beamten"-Kasino für die Zechenangestellten, eine Bücherei mit Lesesaal, Wäscherei, Pletterei und ab 1908 eine Verkaufsstelle des Werkskonsums fanden hier Platz. Nach dem ersten Weltkrieg übernahmen Fürsorgerinnen hier Aufgaben der Gesundheitsfürsorge und Mütterberatung. 1926 wurde der Kindergarten- und Hortbereich ausgebaut, Ledigenheim, Dampf-Waschanstalt und Werkskonsum mußten dafür weichen. Die Badeeinrichtungen wurden zum Teil bis in die 1960er Jahre genutzt. Viele Jahren waren der Rundfunkakademie, Universitätsfernsehen und  "Der offene Kanal" im Gebäude beheimatet. Von ???? bis 2014 war "Der Chorakademie" der Hauptnutzer.
Das Wohlfahrtsgebäude ist auch Domizil der Geschichtswerkstatt des Evinger Geschichtsvereins.

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Fürst Hardenberg, Malakoffturm

Malakoffturm

Der Begriff "Malakoffturm" stammt aus der Zeit des Krimkrieges um 1855. Hier wurde ein starkes Fort mit dem Namen Malakow - benannt nach dem Erbauer - in der russischen Festung Sewastopol stark umkämpft.

Als der Bergbau  im 18. Jahrhundert zum Tiefbau überging, wurden die Fördereinrichtungen und Gerüste in solchen Türmen untergebracht. Der Malakoffturm auf der Schachtanlage Fürst Hardenberg wurde um 1874 errichtet (Schacht 1). Er diente als Förderschacht und für die Personenförderung. Als ein weiterer Schacht (Schacht 2) geteuft und um 1900 in Betrieb ging, funktionierte man den Schacht 1 als Abwetterschacht und Schacht 2 als einziehenden Wetterschacht und vor allem zum Hauptförderschacht um. Nach Schließung der Schachtanlage Stein-Hardenberg 1987 stellte die Denkmalbehörde den Malakoffturm unter Denkmalschutz.

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Minister Stein, Schacht V

 SchachtV

Gaststätte und Biergarten, Am Beisenkamp 19 - 25

Der ehemalige Wetterschacht des Bergwerks Minister Stein wurde 1987 außer Betrieb genommen. Teufe: 952 m, Schachtdurchmesser: 7,60 m. Kohäsive-Verfüllung bis 386,2 m. 1988 als Unikat zum Denkmal erklärt. Von 1988 bis 1993 wurde das Schachtgebäude zu einer Gaststätte umgebaut. Gastraum, Gesellschaftszimmer und Cafe mit jeweils 30 Sitzplätzen. Ein Ausflugsziel am Derner Baum.

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